Kunstverein Bad Aibling: mennel rummert bader hof – „raumzeit“ | Sonntag, 27.09.15 19:00 Uhr

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mennel rummert bader hof – „raumzeit“ zu Gast beim Kunstverein Bad Aibling

Vier Künstler durchstreifen die leere Galerie im alten Feuerwehrgerätehaus. Sie stehen vor leeren Wänden, begutachten die alten Heizkörper, die typischen Hallentüren und vergitterten Stabfenster, starren an Decke und Boden, durchstreifen das Büro – die Toilette – kein Winkel der Galerie bleibt ihrem Blick verborgen. „raumzeit“ die Ausstellung der Künstlersozietät „mennel rummert bader hof“ findet Ihren Anfang. Der Raum und die Themen des Ausstellungsortes sind die Grundlage jeder Ausstellung die die vier Künstler gemeinsam der Öffentlichkeit vorstellen. So wurden z.B. bereits der Hofgartensaal der Residenz Kempten, das ehemalige Wirtschaftsgebäude des Klosterareals in Fürstenfeldbruck, und die alte Brennerei im Klosterbauhof Ebersberg immer ganz eigenen und speziell inszeniert. Der gemeinsame konzeptuelle Ansatz, oftmals mit verschiedenen Aspekten der Zeit beschäftigt, verbindet die vier Künstler, die in ihrer Individualität höchst unterschiedliche Arbeitsmaterialien einsetzten. Diese künstlerische Basis ermöglicht es Elisabeth Bader, Christian Hof, Wolfgang Mennel und Bernd Rummert, ihre Werke als gemeinschaftliches Vokabular zu betrachten und einzusetzen. Für Bad Aibling wurden bewusst Werke ausgewählt, die auf die enge Verbindung der Region mit den Themen Identität und Verdatung anspielen. Elisabeth Bader (*1978 in Kempten, lebt und arbeitet in Augsburg) entwickelt mit ihren „Maschinenwesen“ aus Papier, Draht und Stoff einen komplexen Erzählraum, in dem klassische Vorstellungen von Technik, Materialeigenschaften und Funktionalität in lebendig anmutende Kunstwerke transformiert werden. Funktion und Beschaffenheit dieser Geräte bleibt für den Betrachter jedoch auch bei genauem Betrachten fremd und rätselhaft. Bernd Rummert (*1951 in Schweinfurt, lebt und arbeitet in Konradshofen) schafft filigrane Werke aus Metallringen und Draht. Seine unzähligen, von Hand gefertigten Drahtspiralen und Kettennetze lassen dabei Erinnerungen an Manufaktur und Handarbeit wieder aufleben. Die Objekte wirken dabei wie oft insektenhafte, technische Gebilde, von denen eine Anmut und Bedrohlichkeit zugleich ausgeht. Wolfgang Mennel (*1955 in Quedlinburg, lebt und arbeitet in Ziemetshausen und Krumbach) blickt mit seinen erweiterten Installationen und Arrangements detailliert in fotografische Vergangenheiten. Er setzt sich mit der Veränderung und dem Verschwinden von persönlichen Erinnerungen auseinander, deren Anmutung auf alten Fotografien längst zu einer allgemeinen Ikonografie vergangener Zeit geworden ist. Dass Erinnerungen am Ende nur in gelebter Sprache lebendig werden, beschäftigt auch Christian Hof. (*1970 geboren in Kempten/Allgäu, lebt und arbeitet auch dort) Er fertigt aus abgenutzten Computertasten große, pixelartige Reliefs, die schon jetzt wie ein Abgesang auf die inzwischen überholte Computertechnik der letzten Jahrzehnte wirken. Die vier Künstler der Künstlersozietät sind einzeln im Schwäbischen Raum regelmäßig bei Gruppenausstellungen vertreten und haben in den letzten Jahren renommierte Kunstpreise in Bayern gewonnen.
Alle Kunstinteressierten sind herzlich zur Vernissage am 27. September um 19.00 Uhr in die Galerie im alten Feuerwehrgerätehaus, Irlachstraße 5 in Bad Aibling eingeladen. Eröffnung am Sonntag, 27. September, 19 Uhr Die Ausstellung dauert von 03. Oktober bis 18. Oktober Öffnungszeiten: Sa. u. So. 14-18 Uhr

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