BURG HASEGG / MÜNZE HALL: LAURA MANFREDI „FRAGILE“ Donnerstag, 31.08.17 19 Uhr

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LAURA MANFREDI
„FRAGILE“
WANN?
Eröffnung Donnerstag, 31. August
2017 / 19 Uhr
WO? BURG HASEGG / MÜNZE HALL
www.muenze-hall.at
Die Ausstellung ist Samstag, 7.
Oktober 2017 zu sehen.
Öffnungszeiten: Di – So 10 bis 17 Uhr. Letzter Einlass: 16 Uhr
Lange Nacht der Museen am Samstag, 7. Oktober 2017
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FRAGILE – die Ausstellung der italienischen Künstlerin Laura Manfredi – ist eine
Auseinandersetzung mit der Historie und aktuellen Tendenzen der Jetztzeit.
Laura Manfredis Grafiken, Zeichnungen, Objekte und Installationen treten
miteinander in einen Dialog und lassen eine archaische Wunderkammer
entstehen, die von der Europäischen Münzgeschichte, als auch von
Fundstücken der Stadtarchäologie inspiriert ist.
Fragil – der Duden übersetzt das Wort mit sehr zerbrechlich und zart. Fragile, handle
with care! Eine international bekannte Aufschrift für den vorsichtigen Umgang mit
Waren. Ein passender Slogan für die zarten Arbeiten der Künstlerin Laura Manfredi:
Die Inspiration für ihre Collagen, Zeichnungen und Objekte holte sie sich von der
umfassenden Münzsammlung in der Burg Hasegg, als auch von der im Haus
beheimateten Stadtarchäologie. Im Museum befinden sich zahlreiche, vom Alter
gezeichnete Dinge. Was unbrauchbar geworden ist, hat hier einen Platz. Es muss nicht
mehr nützlich sein. Verbrauchte Dinge, die von einer alten Geschichte erzählen,
spielen in der Kunst des 20. Jahrhunderts eine große Rolle. Was haben sie mit Kunst
zu tun? Verbirgt sie sich in ihnen? Künstlerin Laura Manfredi hat all diese Dinge genau
betrachtet und wahrgenommen, mit wie viel Kunstfertigkeit sie hergestellt wurden.
Pressemitteilung www.kunst-konzepte.at / Ausstellung von LAURA MANFREDI in der Burg Hasegg Münze Hall /
31.8. bis 7.10.2017 / Öffnungszeiten: Di – So 10 bis 17 Uhr. Letzter Einlass: 16 Uhr / +43 5223 5855 520Das Wissen um die Eigenart des Materials hat sich bei ihrer Spurensuche zu einer
Dialektik entwickelt: Die Künstlerin beschäftigt sich mit dem zerbrechlich Zarten, das
schön anzusehen ist, aber auch sanft behandelt werden will: „Die kleine Scherbe, die
schön im Lichtstrahl glänzt. Schnell wird sie zu einem spitzen Gegenstand, der
verletzen kann. Diese fragile Grenze interessiert mich“, so die Künstlerin.
Glasscherben und Steinmesser, kleine Rauten, zarte Ornamente und angedeutete
Münzkreise, sind die konkret erkennbaren Mikrosysteme, die Laura Manfredi in ihren
Bildern eingearbeitet hat und die den roten Faden der Ausstellung bilden.
Minimalistische Details, die sich am Bild zu einem großen Ganzen entfalten.
FRAGILE ist eine künstlerische Auseinandersetzung der Historie und aktuellen
Tendenzen: Die Parade der Waffen, das Machtmittel Geld, scheinen die Welt zu
regieren. Die Künstlerin beruft sich auf den Aphorismus Das zarte Pflänzchen, das
gehegt und gepflegt werden muss, um Schönheit entfalten zu können. Die Anmut der
kleinen Dinge, die bei näherer Betrachtung das Schöne in der Welt sind, aus der die
Freude am Leben erwächst.
Laura Manfredi nimmt auch Anleihen beim deutschen Aktionskünstler Joseph Beuys,
der einen Kunst-Kosmos aus alltäglichen Gegenständen erschuf und damit auch seine
eigenen Geschichten über sich und die Welt. Der Filz, nach Beuys ein Symbol für
Schutz und Wärme, mystifizierten seine Biographie. Filzobjekte, Filzskulpturen,
Filzinstallationen waren seine prosaische Produktpalette. Er erklärte den Filz zum
Boten einer besseren Weltordnung. Die Mythen der Moderne, die von Rationalität,
Wettbewerb und Egoismus handeln, wollte er damit „einhüllen und weichspülen.“
Manfredi nimmt seine alltagspoetische Materialkunde auf und lässt den Filz als fragile
Mobiles von der Decke baumeln. In ihren Arbeiten wiederholen sich die
minimalistischen Details, die eine Allegorie aus Gestern und Heute herstellen.
Manfredis Grafiken, Zeichnungen, Objekte und Installationen treten miteinander in
einen Dialog und lassen in der Burg Hasegg eine archaische Wunderkammer
entstehen: Feingliedrige Bilder und frei hängende Mobiles reihen sich aneinander und
ergeben ein rauschendes Fest in schwarz-weiß.
Die Ausstellung FRAGILE stellt nicht die Eigenschaft der Fundstücke in den
Mittelpunkt. Alter, Gewicht oder Größe zählen hier nicht. Die Ausstellung richtet sich
an die, die wahrnehmen. Laura Manfredi arbeitet mit ihren schöpferischen Augen und
nimmt Wunder in Details wahr, die andere keines Blickes würdigen. Die Inspiration der
kleinen Dinge, die Erkundung der eigenen Fragilität und die fragiler
Alltagsgegenstände, sind Laura Manfredis Kunstkonzept FRAGILE. Handle with care!
Laura Manfredi (geb. 1977) ist eine bildende Künstlerin aus Mailand.
Sie absolvierte die Kunstakademie Brera, lebt und arbeitet heute in Innsbruck
und in Mailand. Ihre Arbeiten sind großformatige Radierungen (Monoprints),
Bilder und Installationen zu den Themen Erinnerung, Wiederholung und
‚emotionale Landschaften‘. Seit 1997 waren ihre Arbeiten in etwa 60 Gruppen-
und Solo-Ausstellungen in Europa sowie in Korea und den USA zu sehen.
Pressemitteilung www.kunst-konzepte.at / Ausstellung von LAURA MANFREDI in der Burg Hasegg Münze Hall /
31.8. bis 7.10.2017 / Öffnungszeiten: Di – So 10 bis 17 Uhr. Letzter Einlass: 16 Uhr / +43 5223 5855 520
www.kunst-konzepte.at
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