Buch Wien: Eröffnung der Buch Wien 2011, Mittwoch, 09.11.11

Der griechische Bestseller-Autor Petros Markaris eröffnete die diesjährige Buchmesse in Wien.
Sein aktueller Roman „Faule Kredite“ könnte aktueller nicht sein.

Foto: Carsten Lohr

Mit dem Satz „Als ich meine Rede vorbereitet habe, wusste ich nicht ob Griechenland zu dem Zeitpunkt,
an dem Sie halte, überhaupt noch Mitglied in der EU sein wird.“ beschreibt Markaris seine Gefühle
und die Aktualität, und bringt damit den Beweis wie eng Literatur, Politik und Zeitgeschehen manchmal
zusammenhängen.

Ein objektives, nicht beschönigendes aber auch Lösungen zeigendes Resumee, so könnte man
wohl am besten den Inhalt seiner beeindruckenden Rede beschreiben. Ausdrücklich wies er darauf hin, daß seiner Meinung
nach die akltuelle Krise nur in Zusammenarbeit mit dem Volk gelöst werden kann.
Sein aktueller Athen-Krimi „Faule Kredite, Ein Fall für Kostas Charitos“ handelt im Athen der Wirtschaftskrise.
Markaris beschreibt die Krise in Griechenland, die eine ganze Gesellschaft lahmlegt.
Niemand hält mehr die Arbeitszeiten ein, überall wird diskutiert und protestiert.
Arbeitnehmer, Rentner und Studenten gehen gemeinsam auf die Straße und fordern Gerechtigkeit.
Da geschehen zwei Morde und der Finanzwelt stockt der Atem…

Foto: Carsten Lohr