Bad Aibling : Kunstverein Bad Aibling Manfred Feith-Umbehr: punase taga Malerei und Skulpturales Vernissage Sonntag, 13.5.18 19.00 Uhr

Foto : Kunstverein Bad Aibling

Manfred Feith-Umbehr: punase taga
Malerei und Skulpturales
Vernissage Sonntag, 13.5. um 19.00 Uhr
Ausstellung 19.5. – 3.6.
samstags/sonntags von 14 – 18 Uhr

Ausstellungseröffnung am 13. Mai
Manfred Feith-Umbehr: punase taga – hinter dem rot
Malerei und Skulpturales
„Rot ist in erster Linie eine Farbe“, sagt Manfred Feith-Umbehr, „eine Warnfarbe genauso wie eine Signalfarbe“. Und, so fügt er hinzu: „Rot ist ein Standpunkt. Es ist vielleicht sogar eine Ideologie. Rot ist die Farbe von Glut genauso wie von Blut. Man spricht bei Rot in jedem Fall von einer warmen Farbe. Das heißeste Feuer ist immer Rot. Beim Stierkampf ebenso wie in der Liebe und Erotik. Rot ist in jedem Fall eine Leidenschaft. Der Künstler braucht Leidenschaft…also braucht er Rot.“
Unter dem Titel „punasa taga“ stellt der gebürtige Westfale Bilder und Skulpturen im alten Feuerwehrgerätehaus aus. Wie aus dem Eingangszitat hervorgeht, spielt die Farbe „Rot“ nicht nur in dieser Ausstellung, sondern im gesamten Werk des vielseitigen Künstlers, der zunächst eine Ausbildung als Dekorateur machte und dann Grafik und Design studierte, eine große Rolle. Seit dreißig Jahren arbeitet Feith-Umbehr erfolgreich als Bühnenbildner, freier Künstler und Kurator und hatte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
Der Titel „punase taga“ ist estnisch und bedeutet „hinter dem Rot“. Es scheint also als ob Feith-Umbehr einen nächsten Schritt gehen will. Nicht mehr das Rot an sich könnte Thema sein, sondern das, was ihm nachfolgt. In Estland habe er großartige Erfahrungen gesammelt, seine Werke ausgestellt, neue Freunde gefunden und kreativ mit Studenten zusammen gearbeitet. Dabei sei der Titel entstanden: „Er kam, sah und siegte“, erinnert sich Feith-Umbehr.
In früheren Ausstellungen schon beeindruckte der gebürtige Westfale, der mit Phyllis Umbehr, Tochter des berühmten Bauhaus-Fotografen Otto Maximilian Umbehr (Umbo), verheiratet ist, mit seinen Skulpturen. Seine riesigen roten Stühle bleiben jedem im Gedächtnis, der sie gesehen hat.
Feith-Umbehr setzt sich in seiner Kunst mit dem Menschen und seiner Bedingtheit in der Gesellschaft auseinander. Rot sei für ihn dabei nicht nur eine Farbe, sondern viel mehr: „Es steht als ein Kürzel…..für ein Kürzel, welches das Leben nicht nur einfacher, nein es schöner, es gehaltvoller, es lebenswerter gemacht hat….. und deswegen bleibt es ein Kürzel. ‚R‘ steht für Rather… ‚O‘ steht für Ordenary… und ‚T‘ steht für Thing. Das steht für mich hinter dem Rot. Das möchte ich vermitteln. Kunst ist Leben. Die Kunst ist ein Lebensmittel……ein Lebensmittel, dass man braucht…..nicht nur als Künstler…..so einfach ist das.“
Wer eintauchen möchte in Manfred Feith-Umbehrs Farbenlehre, den lädt der Kunstverein Bad Aibling herzlich zur Vernissage am 13. Mai um 19.00 Uhr ein. In ihr zeigt der Künstler neue Bilder und Skulpturen. Die Ausstellung ist bis zum 3. Juni immer samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.