Arche Noe: Verleihung des Kaleidoskop Teller an Kulturverein Arche Noe Kufstein am 07. Dezember 2015 in München.

Foto Bertl Jost Bühne

Verleihung des Kaleidoskop Teller an Kulturverein Arche Noe Kufstein am 07. Dezember 2015 in München.
Auszeichnung für den Kulturverein Arche Noe.
Vor kurzen noch im Rahmen des „Kufsteiner Salzfassl“ selbst als Veranstalter eines Wettbewerbes für Kleinkunst mit Preisverleihung aktiv, (siehe auch Bericht in Tirol heute vom 2.12.15), konnte der Kulturverein Arche Noe aus Kufstein nun selbst eine hohe Auszeichnung entgegennehmen.
Der Münchner Künstlerkreis Kaleidoskop verleiht jedes Jahr seine Auszeichnung, den „Kaleidoskop- Teller“, an zwei Kunstschaffende für herausragende Leistungen. Einer der beiden Preisträger war heuer der Kulturverein Arche Noe Kufstein. Zu den bisherigen Kaleidoskop-Preisträgern gehören unter anderem Konstantin Wecker, Bruno Jonas und Gisela Schneeberger.
Der Verein reiste mit einer stattlichen Zahl von Mitgliedern und Freunden in die bayrische Landeshauptstadt. Als kulturelles Tiroler Schmankerl hatte die Arche Noe „Die Herren Wunderlich“ sowie den Kabarettisten und Musiker „Markus Linder“ im Gepäck, welche bei der Verleihung mit ihrem grandiosen Auftritt das Publikum begeisterten.
„Die Veranstalter sind so aktiv, wie ein Bienenstock im Hochsommer …“ hieß es in der Laudatio von Dr. Uwe Kullnick – Präsident des Freien Deutschen Autorenverbandes und die Preisträger freuten sich, die Ehrung von jenen zu erhalten, die es auch fachlich beurteilen können. Nach mehr als 20 Jahren zählt der Freundeskreis von Künstlern, Publizisten und Kunstinteressierten aus München über 500 Mitglieder, diese wissen es zu schätzen, wenn für Künstler Auftrittsmöglichkeiten geschaffen werden, welche es dem Publikum ermöglicht, abseits von kulturellen Großveranstaltungen zu einem geringen Eintrittspreis Kunst und Kultur in einem kleinem, aber feinen Ambiente zu genießen.
Die Österreichische Grenzstadt Kufstein ist für Kleinkünstler eines der besten Pflaster. Der Kulturverein Arche Noe hebt die Kleinkunst in Kufstein auf ganz großes Niveau, wobei die Bezeichnung „Klein“ nur auf die Räumlichkeiten bezieht, denn die Qualität der Veranstaltungen in der Arche Noe haben ein höchstes Maß an Kultur- und Unterhaltungswert erreicht. Im eigenen kleinen feinen Kultur Lokal ARCHE NOE wurden in zweieinhalb Jahren über hundert verschiedene Veranstaltungen mit mehr als 300 Künstlern durchgeführt.
Der Preis animiert die Mitglieder des Kulturvereines Arche Noe, welche alle ehrenamtlich werken, umso mehr, fortzufahren in dem Bestreben, das Kulturverständnis zu fördern und Zugang zu schwellenlosen, bezahlbaren kulturellen Veranstaltungen zu ermöglichen. Die Planungen für das Frühjahr laufen bereits.
Das Herzstück „Das Kufsteiner Kleinkunst Gröst‘l“ findet in Zukunft immer donnerstags, zweiwöchig, erstmals nach der Weihnachtspause, wieder am 28. Jänner statt.
Laudatio für Kuturverein Arche Noe Kufstein Dr. Uwe Kullnick – Präsident des Freien Deutschen Autorenverbandes
„Plötzlich springen viele Menschen von ihren Sitzen auf, reißen die Hände in die Höhe, jubeln, lachen und klatschen. Was ist hier los? Wo geschieht diese Szene eigentlich? NEIN- nicht in einem winzigen Fußballstadion und auch nicht in einer Zirkus-Vorstellung, – es ist eine ganz normale Veranstaltung im … Aber lassen wir die begeistert Aufgesprungenen noch ein wenig stehen und weiterjubeln, sehen wir uns um, wo wir eigentlich sind und was dort normalerweise so serviert wird. Da gibt es zum Beispiel Kufsteiner Kleinkunst Gröst’l (aha, wir sind offensichtlich in Kufstein) Es gibt Wortfluss Poetry Slam (also was Modernes) Wie kaum zu erwarten und erhoffen war, auch ein hauseigenes Theater Und natürlich, wer wollte das bezweifeln, kommen auch Gasttheater nach Kufstein. Fassen wir es zu einem Wort zusammen, das nie und hier schon gar nicht falsch verstanden werden darf. Hier gibt es Kleinkunst. Dabei ist hier kaum etwas Klein. Vielleicht das Budget, aber wo im am Puls der kulturliebenden Menschen und abseits der subventionierten Kultur-Groß-Ereignisse und der Riesenveranstaltungen der Musik-Stars, ist es das nicht? Klein sind hier nur der Aufwand und der Obolus der Zuschauer und nahezu winzig klein die Gefahr enttäuscht zu werden. Riesengroß hingegen ist das was geboten wird, was man genießen und mitnehmen kann, nämlich die Kunst. Die Veranstalter sind so aktiv, wie ein Bienenstock im Hochsommer kurz vor dem Schlüpfen der Königin auf der Suche nach einem neuen Zuhause. (und glaubt einem alten Zoologen, da ist richtig was los) Und weshalb der ganze Aufwand, die Aktivität und das kulturelle Schwirren? Nur so, oder nur zum Zeitvertreib, nein, es gilt viel mehr: Der Verein, der Ursache für das Treiben ist, hat sich zum Ziel gesetzt, das Kulturverständnis der Tiroler Bevölkerung zu fördern und Zugang zu schwellenlosen, bezahlbaren kulturellen Veranstaltungen zu ermöglichen. Da muss man sich rühren, schaffen, oder schlicht gesagt arbeiten, denn dass, was diese Organisation geschaffen hat, fällt nicht vom Himmel bzw. den Bergen. Man muss die Menschen nämlich kennen und nehmen wie sie sind und wie sie ticken, um ihnen zu zeigen, was sie sehen möchten, oder sogar Dinge von denen sie nicht einmal ahnten, dass sie sie mögen könnten. Kurz, sie haben Engagement, Wissen, Ambitionen und Geschmack und sie haben Großartiges geleistet dort in Kufstein. Sie sind ein Kunst und Kulturmagnet geworden, die Mannen um Siegfried Bric. Sie sind ein (Klein) – Kunsttempel vom feinsten und haben den Preis verdient. Ach ja, wie müssen ja noch zu den jubelnden Menschen vom Anfang kommen. (Hatten sie schon wieder vergessen, oder?) Naja, macht Nichts! Also wir sehen und hören sie und stellen fest, dass es das Programm derer ist, die wir heute und hier ehren wollen. Es ließ, lässt und wird sie immer wieder von den Stühlen springen lassen. Und wenn wir schon beim Jubeln sind, so lassen sie uns zusammen gleich mitjubeln, wenn ich ihnen mitteile, wer den Kaleidoskop-Teller 2015 erhält. Es ist — der Kulturverein Arche Noe aus Kufstein